Wenn ich es vorher schon nicht wirklich erfasst hatte, ist mein geistiger Zustand in Frankfurt unterirdisch. Wie benommen schleiche ich durch den Check-in und nach einem halberotischen Abtasten der Sicherheitslady weiter zum Gate.
Rückblende:
Ich erinnere mich als ob es gestern gewesen wäre (ha.ha.), vor etwas mehr als 24 Stunden saß ich noch in meinem Zimmer und denke darüber nach was ich mitnehmen muss. Was braucht man auch für so ein halbes Jahr? Sonnenbrille, check. Schlüpper, check. Lieblingspulli, check. Das volle Ausmaß dieser Überlegung wird mir erst bewusst, als ich feststelle dass sich so ein halbes Jahr auch auf andere Jahreszeiten erstreckt und Dinge wie Winterjacken deshalb auch in mein Gepäck müssen. Als ich fertig gepackt habe ist der Koffer noch halb leer und ich beginne langsam aber sicher an meiner mentalen Checkliste zu zweifeln. Also Mama fragen.
Madrid bei Nacht... sagt Google
Angekommen in Madrid warte ich erstmal eine gefühlte Ewigkeit. Erst auf meinen Koffer, dann auf meinen Gastpapa der schließlich etwas außer Atem mit den drei Kindern ankommt. Auf der Rückfahrt bemüht er sich zwar Englisch zu sprechen, als er aber nach einer Weile ins Spanische abdriftet verstehe ich nur noch "Käse" und "Pool"... wahrscheinlich keine lebensnotwendige Nachricht an mich.
Nach 20 Minuten Fahrt kommen wir in Perales del Rio, einem 2000 Seelen Dorf in der Nähe von Madrid, an und ich werde stürmisch von der Mutter begrüßt, im Haus und auf der Anlage herumgeführt und darf schließlich auch ein bisschen auspacken.
Jetzt, nachdem ich mich soweit eingerichtet habe und auch schon ein bisschen an meiner späten Sommerbräune gearbeitet habe, ist es 1 Uhr, ich sitze halbtot am Laptop und irgendwie scheint das Internet aufgegeben zu haben. Dann poste ich eben morgen.

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